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Joël Luc Cachelin

analysiert, strukturiert, kombiniert – als interdisziplinärer und multimedial tätiger Zeitreisender. 1981 in Bern geboren, führten mich Studium, Promotion und Weiterbildung in den Disziplinen Betriebswirtschaftslehre, Technologiemanagement, Statistik und Geschichte an die Universitäten St. Gallen, Bern und Luzern sowie an die HWZ Zürich. Ich begleite und berate in Zukunftsfragen.


Zeitreisender – Mein Weg durch die Zeit

2001 begann ich in St.Gallen die Ausbildung zum Betriebswirt, die ich mit einer interdisziplinären Dissertation zum “Management in der Multioptionsgesellschaft” abschloss. 2009 gründete ich die Wissensfabrik – um wechselnde Themen interdisziplinär, multimedial und unabhängig zu bearbeiten. 2017 zählte mich das Digital Shapers Ranking zu den zehn führenden digitalen Vordenkern der Schweiz. 2019 kehrte ich an die Universität zurück, um durch ein Geschichtsstudium die Zukunft aus Sicht der Vergangenheit kennenzulernen. 2021 wurde ich in die Expertenkommission zur Zukunft der Grundversorgung Post berufen.

Meine berufliche Tätigkeit begann ich als Mitarbeiter an zwei Instituten der Universität St.Gallen, HR-Berater in St. Gallen und Dozent verschiedener höherer Fach(hoch)schulen (SMI, Akademie St. Gallen, ZHAW, IKF). Ich war Mitglied des Digitalisierungsbeirats der Swisscom und bin heute im Beirat des 2022 eröffnenden Besuchszentrums der Schweizerischen Nationalbank SNB. Für HR Today blogge ich, für kolt schreibe ich eine Kolumne. Meine gesamte Publikationsliste – mit vielen Volltext-PDFs – gibt es hier.

Seit Beginn der Wissensfabrik sind in der Auseinandersetzung mit der Zukunft mehrere Sachbücher entstanden. Ich schrieb über das Schattenzeitalter, die Offliner, die Einhörner und die Kulturförderung im Jahre 2040. In den letzten Jahren übersetzte ich meine Gedanken in Videos. Mein aktuelles Buch “Antikörper – Innovation neu denken” (2021, Stämpfli) setzt sich mit der Frage auseinander, was wir – im Kontext viraler Infekte unserer Körper, Medien, Unternehmen und Computer – für Innovationen brauchen.


Bücher – Gedruckte Gedanken

Meine Bücher sind Gedankenspiele zu Themen, die uns gegenwärtig beschäftigen. Sie sind kurz, die Impulse wichtiger als die streng wissenschaftliche Beweisführung. Gemeinsame Themen der Bücher sind wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen, die digitale Zukunft, das Verhältnis von Mensch und Maschine, der Wandel der Arbeitswelt.

Antikörper
Innovation neu denken
Stämpfli, 2021

Was wäre, wenn Innovation unser gesellschaft­liches Immunsystem stärken würde – um den künf­tigen medizinischen, wirtschaftlichen, medialen und digitalen Infekten einen Schritt voraus zu sein? Antikörper ist eine Zeitreise. In der Gegenwart studiert sie die Notwendigkeiten, in der Vergangenheit die Anfänge und in der Zukunft Erneuerungen für das gesellschaftliche Immunsystem. Seine Antikörper schützen uns vor den Angriffen auf unserer Körper, Medien, Unternehmen und Maschinen.

Kultur 2040
Trends, Potenziale, Szenarien der Förderung
Christoph Merian Verlag, 2020

Werden schon bald Algorithmen entscheiden, welche Kultur gefördert wird? Werden Künstlerinnen und Künstler in Truman Shows utopische Experimente durchspielen? Wird eine Gedankenpolizei die Kreativen kontrollieren? Das Forum Kultur und Ökonomie feiert 2020 sein zwanzigstes Jubiläum und richtet den Blick nach vorne, Destination 2040: Wie sollen öffentliche und private Kulturfinanzierer ihre Rolle in Zukunft definieren, um eine nachhaltige und wirksame Kulturförderung in der Schweiz zu etablieren?

Einhornkapitalismus
Wie die mächtigsten Start-ups der Welt unsere Zukunft bestimmen
Nicolai Publishing, 2019

Wer die Zukunft verstehen will, muss den Einhörnern folgen. Es sind Start-ups, deren Wert bereits vor dem Börsengang mit über einer Milliarde US-Dollar beziffert wird. Bekannte Namen wie Airbnb, N26 oder das Weltraumprojekt SpaceX gehören dazu, aber auch viele Unbekannte aus China. Einhorn-Unternehmen zeigen uns, an welche Zukunft, Technologien und gesellschaftliche Umbrüche eine kleine Gruppe einflussreicher Investoren glaubt. Je mehr Geld investiert wird, desto mächtiger werden diese Ideen.


Update!
Warum die digitale Gesellschaft ein neues Betriebssystem braucht
Stämpfli, 3. Auflage, 2018

Der technologische und der ökonomische Fortschritt wirken gnadenlos. Aber das gesellschaftliche Betriebssystem ist veraltet. «Update!» thematisiert Reformideen im Bereich der Infrastruktur, der Sozialversicherungen, der Bildung oder der Verwaltung – um uns als Gesellschaft fit für die digitale Transformation zu machen. Denn wagen wir nicht rasch mutige Reformen, droht der Kollaps.

Internetgott
Die Religion des Silicon Valley
Stämpfli, 2017

Fast unbemerkt ist Gott mitten unter uns digital auferstanden. Euphorische Propheten und eifrige Kirchen begleiten seine Wiederkehr. Wie alle Religionen zuvor führen uns die Digitalen ins gelobte Land. Dazu erlassen sie Verhaltensregeln, initiieren neue Formen der Gemeinschaft und versprechen uns das ewige Leben. Doch auch diese Religion ist gefährlich – wenn sie beginnt, die Wahrheit für sich zu beanspruchen und im Namen Gottes überwacht, verfolgt, diskriminiert, manipuliert und mordet.

Offliner
Die Gegenkultur der Digitalisierung
Stämpfli, 2. Auflage, 2015

Je weiter das Internet in unseren Alltag vorstösst, desto mehr Widerstand regt sich. Die Offliner bekämpfen die Digitalisierung, deren Treiber und Profiteure. Sie suchen nach Alternativen zur hyperdigitalen Zukunft und setzen sich für eine Demokratisierung der Digitalisierung ein. Noch ist unklar, ob die Offliner die Form einer politischen Partei, einer Aussteigerbewegung oder einer Terrorgruppe annehmen. Doch bereits jetzt ist klar, dass Wirtschaft und Politik verlieren, wenn sie die neuen Zukunftsperspektiven, Lebensstile, Märkte, Knappheiten und Währungen ignorieren.

Schattenzeitalter
Wie Geheimdienste, Suchmaschinen und Datensammler an der Diktatur der Zukunft arbeiten
Stämpfli, 2014

Der weitere Verlauf der Digitalisierung bestimmt unsere Zukunft. Wir stehen am Anfang des Schattenzeitalters, das uns in Wirklichkeitsdesigner und Wirklichkeitsempfänger einteilt. Die Designer bestimmen, welche Bedürfnisse wir haben, wo die gesellschaftlichen Trennlinien verlaufen und welche Zukunft wir für erstrebenswert halten. Wer die Digitalisierung und ihre Folgen versteht, wird zu den Designern gehören. Je mehr dazugehören, desto demokratischer wird unsere Zukunft sein.

Foto gesehen bei sequenz.net


2050
Megatrends, Alltagswelten, Zukunftsmärkte
Institut für Versicherungswirtschaft, 2014

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das einen Sinn für die Zukunft hat. Tiere und Pflanzen leben nur in der Gegenwart. Sie sind, von ihren Instinkten abgesehen, der Zukunft hilflos ausgesetzt. Sie kennen nur Antworten und können keine Fragen stellen. Es ist ihnen nicht möglich, auf die Entwicklung der Zukunft Einfluss zu nehmen. Der Ausblick in die Zukunft ist uneindeutig. Die Prognosen der Zukunft treffen selten ein. Spannungsfelder zeigen auf, wo sich in den nächsten Jahren etwas verändern wird. Jeder Trend provoziert einen Gegentrend. Für Unternehmen ist es entscheidend, diese Spannungsfelder zu erkennen und sich in den Spannungsfeldern zu positionieren.

Vergessen
Ein Gedankenprotokoll am Rande der Digitalität
Wissensfabrik, 2012

Dies ist eine Hommage an das Vergessen, die in der Form eines inneren Monologs vorgetragen wird. Er erzählt von einer Welt zum Vergessen, in der durch die exponentielle Vermehrung der Informationen und Optionen der Wunsch nach dem Selbstvergessen immer grösser wird. Am Rande seiner Digitalisierung entdeckt der Mensch eine Kulturtechnik wieder, welche die Religionen seit Jahrhunderten als Instrument der Reinigung und Erlösung nutzen. Je mehr sich der Text von der Oberfläche der Zeitdiagnose löst, desto subjektiver argumentiert er. Der Essay führt vor, was er zu beobachten glaubt: Erkennt­nisse in der Digitalität sind uneindeutig, hyperver­netzt, disziplinlos und subjektiv eingefärbt.

Management in der Multioptionsgesellschaft
Neue Manager für Neue Zeiten
Gabler, 2012

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise macht deutlich, dass die herkömmliche Ausbildung von Managern in Frage gestellt werden muss. Joël Luc Cachelin begründet, warum sich Management neben Unternehmen auch mit der Gesellschaft und ihren Individuen auseinandersetzen muss. Das Management muss sich darauf ausrichten, die Identitätsarbeit von Mensch, Unternehmen und Gesellschaft zu unterstützen. Die Vorschläge werden in Form eines Curriculums und durch das Fallbeispiel der Universität St. Gallen verdichtet.


Netzwerk – mit wem ich zusammenarbeite

Die Wissensfabrik ist eine One-Man-Show, versteht sich aber als Netzwerk. Ohne Eure Unterstützung ginge das alles nicht!

Text

Nicolai Publishing und Stämpfli sind die Verlage, in denen meine bisherigen Bücher erschienen sind. Seit 2019 ist Nina Sillem meine Agentin. Es macht Spass, gemeinsam neue Bücher zu entwickeln. Alice Grünfelder hat mich als Lektorin immer wieder in der frühen Phase von Texten unterstützt. Der arme Hannes Oppermann muss alle Gedanken als erster lesen. Eva Berié hat den Fehlern den Kampf angesagt.

Workshops

Mit Barbara Josef trete ich nicht nur zum Thema “Die Zukunft der Arbeit zwischen rosarot und rabenschwarz” auf. Sie ist auch eine ausgezeichnete Moderatorin und eine treue Begleiterin in den Höhen und Tiefen der Selbständigkeit. Gemeinsam bieten wir Seminare und Workshops zur digitalen Transformation und zur Zukunft der Arbeit an. Yvonne Morant bringt mit ihren Stöcken ein lebendiges Element in jede Tagung. Bettina Höchli begleitet mich jedes Jahr ins Wissensatelier. Niemand kann Tage so gut zusammenfassen wie sie.

Design

Leander Herzog ist der Architekt dieser Internetseite. Ihm verdanke ich meine Reichweite. Manchen Kampf haben wir gefochten, weitere werden folgen. Büro Sequenz unterstützt mich jährlich mit aussergewöhnlichen Weihnachtskarten und zwischendurch mit fantastischen Illustrationen. Mit ihnen hat in St. Gallen alles begonnen. Karsten Petrat aus Toronto und Fleckenstein aus Winterthur steuern wundervolles Bildmaterial bei.

(Bewegte) Bilder

Maximilian Lederer überträgt wie kein anderer Gedanken in Videos. Er war auch schon als VJ bei einem Kongress dabei, um die Teilnehmenden den Tag zusammenfassen zu lasen. Milan Friedlos ist 20 Jahre jünger und mit seiner Bildsprache am Puls der Zeit. In Berlin rückt mich Carlos Meyer seit langer Zeit regelmässig ins richtige Licht - auch für diese Seite. Heidi Maria Glössner und Joshua Seelenbinder sprechen meine Texte.


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