Die strategische Differenzierung verschwindet ebenso wie der Bezug zu aktuellen ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Nichts sagende KI-generierte Zukünfte nenne ich Habsburg-Strategien: Sie zeichnen sich durch effizienzbedingte Inzucht statt durch tiefgründige Denkprozesse aus. Eine Möglichkeit gegen die schleichende Verschlechterung Strategiearbeit ist das externe Zukunftsaudit. Es prüft drei Dinge:

  • Referenz: Woher stammen eure Zukunftsbilder? Aus Primärquellen oder aus recyceltem KI-Output? Von Menschen oder nur von Maschinen?
  • Markanz: Sind eure Szenarien markt- und gesellschaftsrelevant? Sind sie scharf genug, um Entscheidungen und Investitionen zu erzwingen?
  • Differenz: Benennen eure Zukünfte etwas, das nicht alle anderen auch sagen? Greifen sie auf etwas zurück, das aus eurer Unternehmensgeschichte kommt?

Ihr lässt eure Buchhaltung überprüfen, aber nicht eure Zukünfte?